Ergonomie

Gute Bürostühle erlauben dynamische Bewegung beim Sitzen und unterstützen den Körper in allen Positionen. Das hat eine zentrale Bedeutung zur Gesunderhaltung. Ergonomisch gute Bürostühle sind kein Luxus. 

Qualitätskritierien für Arbeitsstühle im Büro:

Mechanik

  • Der Bürostuhl hat eine Synchronmechanik.
    Sie ist die Basis für dynamisches Sitzen. Beim Zurücklehnen neigt sich die Rückenlehne nach hinten. Gleichzeitig neigt sich auch die Sitzfläche leicht nach hinten. Der Bürostuhl folgt der natürlichen Bewegung des Körpers.
  • Der "Gegendruck" der Synchronmechanik ist einstellbar.
    Das Zurücklehnen muss ohne Kraftaufwand möglich sein. Gleichzeitig sollte die Rückenlehne das Aufrichten des Nutzers durch leichten Druck unterstützen. Die Einstellung muss in Sitzhaltung möglich sein, ideal sind Einstellelemente, die in aufrechter Sitzhaltung zu bedienen sind. Die Einstellung kann manuell oder durch automatische Gewichtserkennung erfolgen.
  • Der Öffnungswinkel ist ausreichend groß.
    Rückenlehnen, die sich nur um wenige Grade neigen lassen, bringen kaum Entlastung für die Wirbelsäule. Die Rückenlehne sollte sich mindestens um 30 Grad nach hinten neigen lassen.

Rückenlehne

  • Die Rückenlehne hat keinen "Hemdauszieheffekt".
    Beim Zurücklehnen muss sich die Rückenlehne punktgenau mit dem Rücken des Nutzers bewegen. "Schiebt" die Rückenlehne während der Bewegung nach oben, verschiebt sich damit auch die Höhe der Lumbalstütze. Dies kann zu unangenehmem Druck und zum "Hemdauszieheffekt" führen.
  • Die Rückenlehne ist ausreichend hoch.
    Für eine ausreichende Abstützung des gesamten Körpers sollte die Rückenlehne zumindest bis zu den Schulterblättern reichen.
  • Die Rückenlehne verfügt über eine deutlich spürbare Lumbalstütze.
    Die Vorwölbung der Rückenlehne im Lendenbereich (unterer Rücken) unterstützt insbesondere in der aufrechten Sitzhaltung. Die Lumbalstütze sollte so ausgeprägt sein, dass diese Unterstützung deutlich spürbar ist. Beim Zurücklehnen darf sie keinen unangenehmen Druck ausüben.
  • Die gesamte Rückenlehne oder die Lumbalstütze sind höhenverstellbar.
    Eine gute Unterstützung des Rückens wird nur erreicht, wenn die Lumbalstütze auf die individuell richtige Höhe eingestellt werden kann.

 

Sitz

  • Die Sitzvorderkante wird nicht angehoben.
    Wenn sich beim Zurücklehnen die Sitzvorderkante spürbar anhebt, entsteht Druck an der Unterseite der Oberschenkel. Eine schlechtere Durchblutung ist die Folge.
  • Die Sitzfläche ist in der Höhe verstellbar.
    Durch die Einstellung der richtigen Sitzhöhe werden mögliche Blutstauungen im Beinbereich verhindert. Sie ist Basis für eine entspannte Sitzhaltung.
  • Die Sitzfläche ist tiefengefedert.
    Beim Hinsetzen federt der Sitz leicht nach. Dies verhindert unnötige Stauchungen der Wirbelsäule.

Material

  • Die Polsterung ist atmungsaktiv.
    Das bewirkt auch im Sommer ein angenehmes Sitzklima und verhindert Wärme- und Feuchtigkeitsstau.

Armlehnen

  • Der Drehstuhl ist mit höhenverstellbaren Armlehnen ausgestattet.
    Armlehnen entlasten den Schulterbereich und beugen Verspannungen vor. Sie sind außerdem eine gute Hilfe für Bandscheiben schonendes Aufstehen und Hinsetzen.
  • Die Armlehnen bzw. die Armauflagen sind entweder in der Breite einstellbar oder schwenkbar.
    Damit ist sicher gestellt, dass jeder Nutzer die Armlehnen gut nutzen kann und nicht beengt wird.